Trendsport: Padel-Tennis

Artikel in „Der Sonntag“ vom 02.12.16 über Padel beim TC Grötzingen | Bild: TC Grötzingen

Eine weitere Variante beim Thema Platzerweiterung ist die Neugestaltung des Allzweckplatzes. Damit hat sich Thomas Wiesler ebenfalls beschäftigt und bei der Mitgliederversammlung die neue Trendsportart „Padel-Tennis“ vorgestellt. In Spanien hat die Sportart schon seit einiger Zeit den klassischen Tennissport überholt und gehört mit über 3,5 Millionen Spielern zur zweitbeliebtesten Sportart im Lande.
In Deutschland schwappt diese Welle so langsam nach und nach über. Seit August 2016 hat der Sport mit dem großen „Suchtfaktor“ auch den Weg nach Baden gefunden. Mit dem Tennis-Club Grötzingen aus Karlsruhe gibt es nun einen neuen Vorreiter.

Was ist Padel?

Padel vereint Charakteristika aus Squash und Tennis. Das Feld ist halb so groß wie ein Tennisfeld, der Sport ist also weit weniger laufintensiv – auch deshalb, weil IMMER im Doppel, also mit 4 Leuten gespielt wird. Ähnlich wie beim Squash ist der Court von Wänden (aus Plexiglas) umgeben, die ins Spiel einbezogen werden können.

Spielregeln und Punktezählung sind wie beim Tennis, mit folgenden Unterschieden:

  • Der Ball kann nach dem Aufkommen im Feld auch die Wände berühren
  • Der Aufschlag findet unter der Hüfte statt
  • Die Schläger sind kürzer und massiv anstatt bespannt (leichter für Anfänger)
  • Die Bälle sehen aus wie Tennisbälle, sin aber etwas kliner und haben weniger Druck

Wer kann Padel-Tennis spielen?

Das Schöne an Padel ist, dass der Spielspaß nicht von Alter, Fitness oder Technik der Spieler abhängt.

Durch das kleinere Feld, den kürzeren Schläger und die Tatsache, dass immer zu viert gespielt wird, verringern sich die Anforderungen an alle oben genannten Bereichen im Vergleich zu anderen Schlägersportarten deutlich. Außer Sportklamotten (und natürlich dem Schläger) wird keinerlei Equipment benötigt,  und man ist auch noch an der frischen Luft!

Padelplatz auf Gran Canaria | Foto: Wilfried Raupp

Padelplatz auf Gran Canaria | Foto: Wilfried Raupp

 

 

Häufige Fragen

Wir haben uns beim Deutschen Tennis Bund (DTB) über die Installation einer Padel-Anlage informiert und Antworten zu folgenden Themen erhalten.

  • Kosten
    Ein Padel-Platz kostet zwischen 30-40.000 EUR, je nach Anbieter. Hinzu kommen notwendige Bodenarbeiten, die einen frostsicheren Untergrund gewährleisten. Der Aufwand ist sehr standortabhängig, liegt aber meist zwischen 15-25.000 EUR. Zusätzliche Erlöse und Sicherheiten in der Abwicklung des Spielbetriebs ermöglicht eine Dachkonstruktion, die je nach Ausgestaltung unterschiedlich ausfällt.
  • Refinanzierung
    Neben diversen Förder- und Finanzierungskonzepten sind die relevantesten Refinanzierungsquellen sicher der Mitgliedsbetrag und die klassische Stundenvermietung. Nenngelder bei Turnier- oder anderen Spielbetriebsformaten, Trainerstunden und Sponsoring sind weitere Optionen der Erlösgenerierung. Basierend auf konservativen Annahmen ist von einer Refinanzierung einer Padel-Anlage innerhalb von 6-8 Jahren auszugehen.
  • Aktivierung
    Padel sorgt schnell für große Begeisterung unter den Aktiven und kann so für signifikanten Mitgliederzuwachs oder Belebung des Clublebens sorgen. Einzig die Bekanntheit lässt zu wünschen übrig. Durch effektive Kommunikation und Aktivierungsarbeit lässt sich der Padel-Betrieb aber schnell und nachhaltig in Schwung bringen. Gerne helfen wir Ihnen mit einem Aktivierungskonzept, das mit diversen unterschiedlichen Maßnahmen alle relevanten Zielgruppen anspricht.
  • Turnierformate / organisierter Spielbetrieb
    Turnierformate sind integraler Bestandteil eines erfolgreichen Aktivierungskonzepts und sorgen zudem für Mehreinnahmen durch Nenngeld und Sponsoring. Zurzeit erlaubt die noch kleine Anzahl an Standorten keinen übergreifenden organisierten Spielbetrieb. Doch ist dies Ziel und Kernkompetenz des DTB und den Regionalverbänden.